Metropolregion Rhein-Neckar
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4./5.11.2021

Demokratiebildung

Leben in einer Demokratie bedeutet Teilhabe für alle. Um für die eigenen Interessen einzustehen, müssen wir aber unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten in Gesellschaft und Politik kennen. Wie machen wir unsere Stimmen laut? Wie können wir einschreiten, wenn wir die Demokratie gefährdet sehen und wie können wir sie stärken? Und welchen Einfluss hat Bildung auf Demokratie?

Antworten auf diese Fragen möchten wir durch die Vernetzung und den Austausch mit Menschen aus den verschiedensten Arbeits- und Themenbereichen der Bildung geben. So wollen wir zum Perspektivwechsel und gemeinsamen Gestalten anregen. Auf der educon kommen alle zu Wort, denn wir leben Demokratie.

Programm "Hambacher Schloss" (Neustadt an der Weinstraße)

UhrzeitRaum 1Raum 2Raum 3
10:00 UhrBegrüßung durch Metropolregion Rhein-Neckar und Vertreter:innen des Hambacher SchlossesBegrüßung durch Metropolregion Rhein-Neckar und Vertreter:innen des Hambacher SchlossesBegrüßung durch Metropolregion Rhein-Neckar und Vertreter:innen des Hambacher Schlosses
10:15 UhrImpulsvortrag des Youth Think TankImpulsvortrag des Youth Think TankImpulsvortrag des Youth Think Tank
10:50 UhrKaffeepauseKaffeepauseKaffeepause
11:15 UhrWorkshop: No Single Stories / Mädchen mischen mit (Nina Aleric, Hannah Bock)Workshop: "Ohne Angst verschieden sein!" - Leben in einer pluralistischen Gesellschaft (Yasemin Soylu, Halszka Sliwa-Ohnesorge)Führung oder individueller Ausstellungsbesuch
12:45 UhrMittagspauseMittagspauseMittagspause
13:45 UhrFührung oder individueller AusstellungsbesuchWorkshop: Willkommen in der Fake News-Werkstatt: Falschnachrichten selbstgemacht (Armin Himmelrath)Führung oder individueller Ausstellungsbesuch
15:15 UhrKaffeepauseKaffeepauseKaffeepause
15:30 UhrVortrag mit Q&A: Bildung als Tool für den Kampf gegen Rassismus (Ali Yildirim)Workshop: Demokratie lernen und erfahrbar machen – Peer Education als eine Methode der politischen Bildung (Vincent Lohkamp, Ronja Strehle)Führung oder individueller Ausstellungsbesuch

Vor-Ort-Workshops "Hambacher Schloss" (Neustadt an der Weinstraße)

Speaker:in: Nina Aleric, Hannah Bock (International Rescue Committee Deutschland)

Beschreibung: Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein sind „Basic-Skills“ für Akteurinnen

in einer funktionierenden Demkoratie. Wir stellen zwei Projekte vor, die jugendliche Mädchen und Frauen empowern: In unserem Projekt „No Single Stories! Wir schreiben Geschichten!“ bieten wir Storytelling-Workshops für junge Frauen mit Fluchterfahrung an und wollen sie darin empowern und dazu bewegen, ihre Geschichten zu erzählen, ihre Erfahrungen zu teilen und damit einerseits sich selbst zu stärken und andererseits das vorherrschende, einseitige Narrativ der geflüchteten Frau zu durchbrechen.

Jugendliche Mädchen haben Mut, Energie und gute Ideen, an deren Umsetzung sie der Sexismus und starre Geschlechterrollen häufig hindern. Existiert ein Flucht- oder Migrationshintergrund, sind sie zudem auch Rassismus ausgesetzt. Dieser Mehrfachdiskriminierung wird bei „Mädchen Mischen Mit“ entgegengewirkt. Jugendliche Mädchen – mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund – werden darin bestärkt, sich selbstbestimmt und gleichberechtigt in der Gesellschaft einzubringen.

Speaker:in: Ali Yildirim (Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Lückenlos e.V.)

Beschreibung: In dem Vortrag soll zunächst die Bildungsinitiative Ferhat Unvar vorgestellt werden. Anschließend werden Erfahrungen aus der antirassistischen Bildungsarbeit ausgetauscht und die Frage geklärt, ob und inwieweit Rassismen mit Bildung bekämpft werden können.

Speaker:in: Vincent Lohkamp, Ronja Strehle (teamGLOBAL)

Beschreibung: In dem Workshop werden wir das bundesweit aktive, partizipativ gestaltete Peer-Education Netzwerk teamGLOBAL vorstellen. Wir wollen das unserer Arbeit zugrunde liegende Prinzip der Peer-Education in seinen Grundzügen vorstellen und im Anschluss exemplarisch einige Methoden aus dem Bereich BNE mit den Teilnehmer:innen erproben und reflektieren. Wir laden dazu ein, praxisnah über die Chancen und Hürden von politischer Bildung auf Augenhöhe zu diskutieren.

Speaker:in: Armin Himmelrath

Beschreibung: Einen fast echten Trump-Tweet fälschen? Kein Problem! Politiker:innen völlig abstruse Aussagen unterjubeln? Kinderleicht! In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Produktion von Falschnachrichten – und erleben damit gleichzeitig, wie wichtig Digitalkompetenzen fürs Erkennen von Fake News sind und welche Bedeutung sie für die Demokratiebildung haben. Denn der spielerische Umgang mit den selbst produzierten Lügengeschichten sensibilisiert für die realen Gefahren digitaler Desinformationskampagnen. Die Impfung gegen Leichtgläubigkeit gibt’s hier, in der Fake News-Werkstatt.

Wichtig: Für diesen Workshop benötigen die Teilnehmenden einen eigenen Laptop oder ein Tablet.

Speaker:in: Hanna Butterer (Universität Siegen), Matthias Heil (Universität Heidelberg)

Beschreibung: Politische Themen und Fragestellungen begegnen in der Schule nicht nur Gemeinschaftskundelehrkräften, sondern Lehrer*innen aller Fächer und Schulformen. Der Umgang damit ist jedoch häufig von Unsicherheit geprägt: Dürfen Lehrer*innen überhaupt ihre Meinung sagen? Sollten sie das? Müssen sie dabei neutral bleiben? Welche rechtlichen und didaktischen Vorgaben existieren dazu?

Diesen Fragen gehen wir im Workshop gemeinsam nach. Thematisiert und diskutiert wird dabei, welche politischen Fragestellungen es in den Fächern überhaupt gibt und wie ein professioneller Umgang mit diesen aussehen kann. Dabei gehen wir auch auf die Anforderung ein, dass die Lehrkräfte aller Fächer Demokratiebildung betreiben sollen.

 

Speaker:in: Yasemin Soylu, Halszka Sliwa-Ohnesorge (Teilseiend e.V.)

Beschreibung: Vielfalt und Pluralität ist mittlerweile Alltag, sei es im Klassenzimmer oder im Berufsleben: Menschen mit unterschiedlichsten Lebensrealitäten, Hintergründen, Glauben oder Herkunft treffen aufeinander. 

Was ist mir persönlich wichtig, was macht mich aus, wo liegen unsere Unterschiede? Wo liegen aber auch unsere Gemeinsamkeiten, in welchen wir uns gegenseitig unterstützen und stärken können? Ziel ist es, den*die Einzelne*n in seinem*ihrem „Eigenen“ zu bestärken und gleichzeitig dazu zu ermutigen, Potentiale und Gemeinsamkeiten in der Verschiedenheit zu suchen. Hierbei wird auf das Konzept des Empowerments zurückgegriffen und ein kurzer theoretischer Input mit einem Praxisteil kombiniert, der Raum für Diskussionen lässt.

Online-Workshops "Demokratiebildung"

Speaker:in: Sina Laubenstein (Business Council for Democracy)

Beschreibung: Der massive Anstieg digitaler Gefahren, insbesondere vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie, hat demokratiegefährdende Ausmaße angenommen. Im digitalen Zeitalter muss Demokratie unter neuen Bedingungen stattfinden – und dazu braucht neue Allianzen: Im Business Council for Democracy (BC4D) kommt der Wirtschaft und den Unternehmen eine aktive Rolle zu.

In unserem Workshop werden wir über das einzigartige Schulungsprogramm des BC4Ds sprechen und spannende Einblicke liefern, um zu zeigen: Der Umgang mit digitalen Gefahren geht uns alle etwas an – und muss uns nicht abschrecken.

Speaker:in: Prof. Dr. Heidrun Deborah Kämper (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache)

Beschreibung: In dem Workshop wird die Bedeutung der Sprache in demokratischen / politischen Prozessen diskutiert. Dazu wird zum einen das Konstruktionsprinzip („Sprache schafft Wirklichkeit“) besprochen, das in politischer Kommunikation eine besondere Funktion hat. Außerdem geht es um Strategien politischen Sprachgebrauchs in der Demokratie (vom Schlagwort zum Framing, von der Hundepfeifenstrategie zum Euphemismus). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Parlamentsdebatten. Hier werden Interaktions- und Kommunikationsmuster herausgearbeitet. In dem Workshop soll praktisch und konkret auf der Basis zahlreicher Textbeispiele gearbeitet werden. 

Speaker:in: Johanna Gröpler (Technische Hochschule Wildau), Dr. Andrea Klein 

Beschreibung: Wissenschaftliches Denken hilft dabei, Aussagen und Fakten zu prüfen und einzuordnen. Wer in der Lage ist, kritisch zu denken, kann sich eine unabhängige Meinung bilden bzw. eine eigenständige Position einnehmen, was in allen Bereichen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens von Vorteil ist. Wissenschaftliches Arbeiten und Forschen wird üblicherweise an Hochschulen erlernt. Hierbei fehlt es allerdings häufig an Orientierung und Transparenz darüber, wer welche Teilkompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens auf welchem Studienniveau beherrschen sollte. Die Folge sind fehlende Motivation der Studierenden einerseits und frustrierte Lehrende anderseits, da viele der studentischen Texte und Referate keine hohe Qualität erreichen. Schlimmer noch: Das wissenschaftliche Denken bleibt den Studierenden in weiten Teilen nicht zugänglich und wird als zu theoretisch und weltfremd empfunden. Ein Referenzrahmen für wissenschaftliches Arbeiten entsteht gerade. Dieser soll – analog dem Europäischen Referenzrahmen zum Spracherwerb – für die Beteiligten ein solides Fundament für ihr Lernen bieten, indem er alle nötigen Teilkompetenzen und Lernziele übersichtlich abbildet.

Speaker:in: Daniel Vetter, Nadine Küßner (Pädagogische Hochschule Heidelberg)

Beschreibung: Die Grundlage des interaktive angelegte Online-Workshop ist die Auseinandersetzung mit der Praxis diversitätskritischer Bildung in verschiedenen Berufsfeldern (z.B. frühkindliche Bildung, Schule, außerschulische Bildung etc.). Gemeinsam werden wir uns u.a. mit folgenden Fragen befassen:

  • Welche Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich für meinen Bereich?
  • Wie lassen sich die Erkenntnisse auf andere Bereiche übertragen?
  • Welche Synergieeffekte ergeben sich aus einer berufsfeldübergreifenden Perspektive?

Speaker:in: Tabea Judt (68DEINS! Kinder- und Jugendbüro)

Beschreibung: Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, mitzureden, mitzuentscheiden und mitzugestalten. Das 68DEINS! Kinder-´und Jugendbüro unterstützt sie dabei – sowohl in ihrer Stadt als auch in ihrer Schule. Doch wie steht es um die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen an Schulen? Welche Gestaltungsspielräume gibt es und wie können wir gemeinsam dazu beitragen, Demokratie in der Schule erfahrbar zu machen?

Speaker:in: Laila Kühle (Gemeinnützige Hertie-Stiftung), Thorsten Gabor (Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg), Marco Holländer (Gemeinde Windeck)

Beschreibung: Wie fühlt es sich an, Vorschläge für das eigene Dorf zu erarbeiten? Wie ist es, wenn der eigene Antrag trotz aller Mühen von der Mehrheit abgelehnt wird? Demokratie kann man nicht in der Theorie lernen, man muss sie erleben. Im Hertie-Programm Jugend entscheidet geben Kommunen eine lokalpolitische Entscheidung an Jugendliche ab – die diese erfahren ganz konkret, was es heißt, sich politisch einzubringen. Von unserem Panel erfahren Sie, was Politik und Jugendliche voneinander lernen können, welche politischen Themen junge Menschen bewegen und welche Überraschungen das erste Projektjahr von Jugend entscheidet für die Beteiligten bereithielt.

Speaker:in: Markus Riefling (Wissensfabrik e.V.) 

Beschreibung: Wie können Schülerinnen und Schüler eine Stadt in 10 Jahren zur Klimaneutralität entwickeln? Ingenieurinnen, Politiker und Bürgerinitiativen gestalten in der Klasse gemeinsam ihre Stadt der Zukunft. Dabei bearbeiten Schülerinnen und Schüler verschiedene Herausforderungen der Stadtteile wie: Woher kommt unsere Energie und wie kann sie umgewandelt, übertragen und gespeichert werden? Wie viel Energie wird in Wohnhäusern verbraucht und lässt sich die Energieeffizienz durch digitale Anwendungen verbessern?

Speaker:in: Hannes Leo (cbased), Dr. Matthias Rauch (Next Mannheim), Dr. Cornelie Kunkat (Deutscher Kulturrat), Thomas Stricker (Stricker Kulturmanagement GmbH), Dr. Anja Rasche (Kontor Kulturgeschichte), Jasmin Vogel (Kulturforum Witten)

Beschreibung: An der Universität Mannheim soll ein berufsbegleitendes Zertifikatsprogramm zu Cultural Entrepreneurship aufgebaut werden. Dafür arbeiten der Lehrstuhl für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit und der Lehrstuhl für Mittelstandsforschung und Entrepreneurship im Rahmen der Mannheim Research Group in Culture, Innovation & Entrepreneurship (MARCIE) zusammen. Die Zielgruppe des Zertifikatsprogramm sind Kulturschaffende, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten um Entrepreneurship- und Managementwissen erweitern wollen oder die ihre bisherigen Kenntnisse mit Hilfe von Entrepreneurship-Wissen neu anwenden wollen.  Ziel ist es, innovationsgetriebene Entrepreneurship-Ausbildung aus und für den Kultur- und Kreativsektor an der Universität Mannheim umzusetzen und Innopreneur*innen mit spezifischem Fachwissen und Kompetenzen auszurüsten.

#workshops

4. und 5.11.2021 + On Demand
19 € (inkl. MwSt.)
  • Event-Plattform
  • Livestream (4./5.11.)
  • Virtuelle Workshops (5.11.)
  • Virtuelles Networking
  • On Demand-Inhalte
virtuell

#workshops

4. und 5.11.2021 + On Demand
39 € (inkl. MwSt.)
  • Event-Plattform
  • Livestream (4./5.11.)
  • Workshops vor Ort und online (5.11.)
  • Networking vor Ort (5.11.)
  • On Demand-Inhalte
hybrid

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19 € (inkl. MwSt.)
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Hambacher Schloss
Adobe Stock / Sina Ettmer

Workshop-Location

Hambacher Schloss
(Neustadt an der Weinstraße)

Die Workshops vor Ort finden am 5.11.2021 statt.

Stiftung Hambacher Schloss